Warum ist Ausmisten so schwer?
Also wenn du merkst: So richtig wohl fühle ich mich nicht daheim. Oder du bist frustriert von bestimmten Orten in deinem Zuhause, die einfach ständig unordentlich aussehen. Zum Beispiel das Kinderzimmer oder die Küche. Oder du hast diesen Keller, den du dir schon so lange endlich mal VORNEHMEN willst und du bist frustriert, weil es du einfach keine Zeit dafür findest oder keine Kraft?
Dann bist du richtig hier. Ich weiß nämlich genau, wie sich das anfühlt. Ich hab auch einen Keller ;-) Und Kinder. Und ich arbeite seit 10 Jahren als Coach mit Menschen und helfe ihnen dabei, loszulegen. Damit sie mehr Freude haben und Energie so zu leben wie ihnen das wirklich gut tut.
3 Gründe, warum es dir schwer fällt
Also habe ich dir heute drei Ansätze mitgebracht, damit du besser verstehst, warum es so schwer ist, anzufangen. Und warum du deshalb kein schlechter Mensch bist oder unheilbar unordentlich.
Du hast nur nicht gelernt, wie das geht. Hat so gut wie niemand von uns gelernt. Wo du ansetzen kannst und was dir dabei hilft, es dir selbst leichter zu machen. Schau einfach, was dich anspricht. Wenn nur ein Punkt dabei ist ist das auch fein. Das Wichtigste: einfach mal offen sein und ausprobieren.
Grund 1: Wir haben Angst, dass es nur noch schlimmer wird mit dem Chaos.
Der begegnet mir bei mir selbst und bei Kundinnen immer wieder: Es fällt uns schwer, anzufangen, weil wir Angst haben, dass es alles noch viel schlimmer wird. UND dass uns irgendwann die Kraft ausgeht. Denn Ausmisten und Aufräumen ist eher ein Marathon als ein kleiner Spaziergang um den Block.
Grund 2: Wir schimpfen und schämen uns.
Das passiert sehr leicht als Folge von Punkt 1, wenn wir streng mit uns selbst sind. Also uns sagen: Mensch, warum hab ich nicht längst schon…
Jetzt hab ich immer noch nicht … Und um diese strengen Selbstgespräche auszublenden, lenken wir uns ab. Wir schauen Serien, gehen raus ins Freie UND wir versuchen uns einzureden, dass es eh nicht so schlimm ist … und das kostet auch viel Kraft und Energie. Denn wir fühlen ja genau, DASS es schlimm ist. DASS es uns schwer fällt. Und das ist das Entscheidende.
Außerdem haben die meisten von uns das Thema Aufräumen von klein auf mit Frust gekoppelt: Wir wurden geschimpft, wussten nicht, wie es geht, waren überfordert und fühlten uns dumm. Deshalb schämen wir uns auch jetzt oft, wenn wir es nicht schaffen, Ordnung zu machen oder zu halten. Aber das ist nicht nötig :-) Wir sollten uns stattdessen mal kräftig umarmen und uns selbst eine gute Mutter sein.
Grund 3: Wir machen uns kein freundliches Hilfeangebot
Wir fragen uns nicht: Was ist denn genau so schlimm dran? Was würde dir denn helfen? Wie könnte es denn leichter gehen?
Also: Unsere eigene Dienstleisterin, Freundin und Helferin werden anstatt unsere strengste Kritikerin oder Verurteilerin. Wie gesagt. Ausmisten ist ein bisschen wie eine Expedition auf den Mount Everest. Viele kleine Schritte, viele Challenges. Aber wenn ihr jetzt mal freundlich fragt, was der erste Schritt sein könnte und was ihr braucht – dann seid ihr schon weiter. Nehmt einfach eine Schublade her oder eine Ablagefläche.
Schreibt mir in die Kommentare: Wo hängt ihr grade?