Detox der Dinge

Auch zu Dingen kann man toxische Beziehungen entwickeln. Du hast Geld für etwas ausgegeben, vielleicht sogar viel Geld. Du warst überzeugt, dass dich dieser Kauf glücklich machen würde. Und dann war es nicht so. Du wurdest enttäuscht. Doch das Ding ist immer noch da. Und es wirft dir diese Enttäuschung beharrlich um die Ohren. Sogar wenn du es ganz weit weg räumst, hinten unten in den Schrank oder in deinen Keller: Es ist noch da und kostet dich täglich Raum, Energie, Nerven.

Also brauchst du kein schlechtes Gewissen haben, wenn du in deinem Zuhause radikal Detox machst. Nicht nur für einen Frühjahrsputz. Denn Aufräumen und Ausmisten sind, wenn man erstmal die ersten Hemmungen überwunden hat, mitunter sogar befreiender und beglückender als Shoppen.

Warum Ausmisten befreit

  • Wenn du Dinge brauchst, fühlst du dich - wenn auch unbewusst - abhängig. Dein Wohlbefinden hängt, scheinbar, ab davon ob du etwas hast oder nicht.

  • Dinge, die NICHT mehr zu dem passen, wie du jetzt bist, halten dich fest in der Vergangenheit. Sie zementieren das, was du warst und hindern dich daran, mit Leichtigkeit vorwärts zu gehen.

  • Oft ist die schiere Menge an Dingen anstrengend, weil sie uns ständig Entscheidungen abverlangt: Wo stelle ich das Ding hin? Was ziehe ich heute an? Wie kriege ich meinen Keller aufgeräumt?

  • Je weniger wir haben, desto mehr sind wir Herr*in unserer Zeit, unseres Raums und unseres Lebens. Wir sind freier und fokussierter auf das, was wir tatsächlich JETZT wollen und brauchen und weniger abgelenkt mit dem, was wir einmal wollten oder gebraucht haben.

Was hilft mir, was nicht?

Das ist nicht so einfach. Denn: Wir sind abgelenkt von tausend Dingen, gestresst und eingespannt ;-) Bei mir war das ja genau so. Bis ich an einem Punkt war (Dank Corona) wo ich mir sagte: Ich brauche jetzt Klarheit, Ordnung, Kontrolle, Raum für mich - wenigstens in meinem Zuhause. Und ab da habe ich losgelegt und radikaler als je zuvor gefragt: Was unterstützt mich, was hilft mir, gut zu leben - und was war mal früher wichtig (ist es jetzt aber nicht mehr). Etwa die Hälfte meines Besitzes habe ich verkauft, verschenkt, weggeworfen.

Bist du super-entschlossen und mega-strukturiert?

Mir ist das nur deshalb gelungen, weil ich extrem motiviert und strukturiert war. Sollte das bei dir nicht der Fall sein, kannst du dich ja unterstützen lassen. Ein Coaching, so meine Erfahrung, lohnt den finanziellen Einsatz mehrfach. Denn du verbringst TÄGLICH weniger Zeit mit Suchen, mit Stress, Frust (auch mit deinen Kindern und PartnerIn), hast mehr Freude an vormals “unangenehmen” Haushaltspflichten (ich brauche keine Putzfee mehr) und entwickelst in der neu gewonnenen Quality Zeit Projekte, die dich wirklich voranbringen :-) Ganz zu schweigen davon, dass du damit womöglich Beziehungen rettest.

Let’s rock it!

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Warum ist Ausmisten so schwer?

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Ja sagen, Nein sagen.